Schauen Sie sich den neuen IBM Power Linux 7R4-Hochleistungsserver an

IBM hat einen neuen PowerLinux-Server namens 7R4 angekündigt. Der 7R4 ist im Grunde die Linux-Version des Power 750-Servers und eine Weiterentwicklung der vorhandenen 7R1- und 7R2-Server. Der 7R4 verfügt über 4 Sockel und 32 CPU-Kerne. Der 7R4 wird voraussichtlich ab dem 23. August 2013 erhältlich sein.

Der 7R4 stammt aus derselben Power Systems-Architektur wie das IBM Watson-System, auf dem selbst Linux ausgeführt wird. Es ist hoch skalierbar und kann große Mengen strukturierter und unstrukturierter Daten verarbeiten. Es können 4 Threads pro Kern ausgeführt werden. Dies steht im Gegensatz zu Intel, das derzeit 2 Threads pro Kern ausführt.

Foto: IBM

Der 7R4 unterstützt die Verwendung von EnterpriseDB Postgres als Datenbanksoftware. Es gibt integrierte Funktionen, mit denen Postgres viele vorhandene Oracle-Anwendungen ohne Änderungen ausführen kann. Das IBM Flaggschiff-Datenbankprodukt DB2 wird erwartungsgemäß auf dem 7R4 unterstützt. Laut IBM können rund 98% der Oracle-basierten Anwendungen auch auf DB2 ausgeführt werden.

Es gibt einige Konkurrenten für die Nische, die der 7R4 voraussichtlich besetzen wird. Eines davon ist Oracle. Der entsprechende Oracle-Server ist wahrscheinlich ein SPARC-basierter Server. Mit dem 7R4 versucht IBM, einige Fortschritte zu erzielen und Kunden möglicherweise von der Verwendung der Oracle-Datenbanksoftware abzubringen. Der andere Konkurrent ist HP. HP verfügt über eine Reihe ähnlicher Servertypen in der Proliantclass.

Die verwendete Linux-Distribution ist RHEL oder SUSE. Derzeit sind dies zwei unterstützte Distributionen. Die Mindestversion von RHEL ist 6.4, während es sich bei SUSE um Linux Enterprise Server 11 SP2 handelt.

Während der Server mit einem SAN verbunden werden kann, können einige Anwendungen davon profitieren, wenn sie nur auf internen Laufwerken ausgeführt werden. Der Server verfügt jedoch nur über 6 interne Steckplätze. Dies legt nahe, dass die Verbindung zu einem SAN nützlich ist, um große Datenmengen zu verarbeiten, die möglicherweise die Kapazität des internen Laufwerksschachts übersteigen. Die Verbindung zu einem SAN kann in jedem Fall andere Arten von Redundanz bieten, z. B. Hardware-RAID und Speichervirtualisierung.

Die Veröffentlichung des 7R4 kann eine Möglichkeit sein, mit der IBM einen Brückenkopf auf dem Linux-Servermarkt etablieren und gleichzeitig die Kosten niedrig halten kann. Dies ist ein weiterer Schritt in Richtung Open Source-Software, wobei die Verwendung von Postgres als besonderes Verkaufsargument hervorgehoben wird.



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